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Startseite NABU Langstadt > Berichte aus Langstadt & Harpertshausen > aus 2014
Interessantes aus 2014 kurz berichtet
Vortrag Libellen
Ehrung Otto Diehl
Jahreshauptversammlung
Langstadt früher
Rundgang Pflaumbach
Beim HERIGAR
Bahnhofsfest
Zu den Wildpferden
Fledermausbeobachtung
Wingertsbesuch
Zur Alten Fasanerie
Vortrag Korsika
Mitgliederwerbung
Fledermaussimulation
Nikolausmarkt
Elegante Jäger auf vier Flügeln mit Lockwirkung
Vortragsabend des NABU Langstadt gut besucht

Am 15. Januar waren die heimischen Libellen das Thema des Abends. Dirk Diehl berichtete von der Lebensweise der Tiere und veranschaulichte ihren Wert als Indikatoren für das Klima, den Gewässerzustand und weiteres. Thema waren außerdem die Anpassungen an verschiedene Gewässer und die komplizierte Art der Paarung. Wie so oft waren es die geradezu erschreckend "menschlichen" Neigungen der Tiere und die daraus resultierenden Verhaltensweisen, die den Vortrag kurzweilig gestalteten. So erfuhren die Besucher, wie die Libellen es anstellen, sich bei ihren Bemühungen um Geschlechtspartner nicht zu sehr zu verausgaben. Auch war zu erfahren, welche Strategien Libellen gegen Vergewaltigung und Untreue besitzen.
Im Anschluß an den Vortrag entspann sich noch eine rege Diskussion, bei der auch die Veränderungen in der Libellenfauna - als Folge von Klimawandel und Gewässerveränderungen zur Sprache kamen. Die Möglichkeit, mit naturnah gestalteten Gartenteichen etwas für die Libellen zu tun, wurde den Zuhörern als Anregung von denen mitgegeben, die bereits einen Garteneich angelegt haben.
Kreiselwespe auf Dost
Eine der im Vortrag vorgestellten Libellenarten war die Gebänderte Prachtlibelle (Calopterix splendens). Die Art nutzt die intensiv gefärbten Flägel als Signalgeber im Sitzen und im Flug, um Weibchen auf sich aufmerksam zu machen.

(Bild: Dirk Diehl).
  Auszeichnung für unseren Ehrenvorsitzenden
Bei der erstmaligen Vergabe des deutschen Bürgerpreises in unserer Region erhält Otto Diehl den Preis für sein Lebenswerk
Der deutsche Bürgerpreis wird bundesweit vergeben und ist mit Geldbeträgen dortiert. Die Möglichkeit, einen Bürgerpreis auf regionaler Ebene auszuschreiben, nutzte die Sparkasse Dieburg 2013 erstmalig. In der Kategorie Lebenswerk überzeugte die Jury offensichtlich das Leben von Otto Diehl von den eingereichten Vorschlägen am meisten und so erhielt er bei einem Gala-Abend am 16. Januar 2014 den Bürgerpreis für sein Lebenswerk überreicht. Bei dieser Gelegenheit war es Otto Diehl wichtig mitzuteilen, daß das Preisgeld selbstverständlich in Naturschutzprojekte in der Region fließen würde. Wir gratulieren zu diesem Preis und sind sicher, daß die Leistungen unseres Ehrenvorsitzenden auch die Jury für den Bundespreis überzeugen könnte. Mehr über Otto Diehl können Sie HIER erfahren.
  Mitgliederversammlung mit reich bebilderten Jahresrückblick
Im Vorstand des NABU Langstadt keine Änderungen

In traditioneller Weise nutzte der Vorsitzende Dirk Diehl die Jahreshauptversammlung am 12.3. zu einem Rundblick über die Ereignisse des vergangenen Jahres in Natur und Politik, sowie über die Arbeit des NABU Langstadt. Auch wenn die Fülle der Aufgaben nicht ganz bewältigt wurde, befand die Versammlung die Arbeit des Vorstandes für gut. So gut, daß alle Vorstandsmitglieder mit überwältigender Mehrheit wiedergewählt wurden.
  Langstadt früher - ein etwas anderer Ortsrundgang
Vortrag mit bis an den Anfang des 20. Jahrhunderts zurückreichenden Bilddokumenten

Wie erwartet außerordentlich gut besucht war der Vortragsabend "Langstadt früher - ein Gang durch die Geschichte unseres Dorfes" am 2. April. Basierend auf der profunden Kenntnis der Langstädter Ortsgeschichte von Frank Ludwig Diehl erfuhren die Zuhörer von so mancher bauhistorischen Besonderheit in unserem Dorf, aber auch das ein oder andere geschichtliche Ereignis fand Erwähnung. Dazwischen meldete sich ab und an Dirk Diehl zu Wort, um auffällige Tierarten, die einst im oder um das Dorf lebten, in Erinnerung zu rufen. Alle Arten wurden mit von Otto Diehl gemachten Aufnahmen aus Langstadt vorgestellt.
Die Veranstaltung zeigte das erfreulich hohe Interesse an der Geschichte unseres Dorfes und der NABU Langstadt wird im Rahmen seiner Möglichkeiten immer wieder gerne auch geschichtliche Themen aufgreifen, die das Dorf und seine Entwicklung betreffen.
 
Am Binselberg unterwegs
Hügelgräber, Orchideen und Sorgen um die Eschen

Eine interessante Wanderung am Binselberg führte Förster Bernd Werne für den Heimat- und Geschichtsverein Schaafheim sowie NABU Langstadt & Schaafheim am 18. Mai. Rund 30 Personen nahmen Teil und besuchten eines der in diesem Waldbereich vorhandenen Hügelgräber, das - erkennbar an der eingesunkenen Kuppe - freilich schon geplündert war und andere kulturhistorisch interessante Stellen wie die Pfälzer Landwehr oder den Ort nahe der Pflaumbachquelle, der als "Schleifmühle" bezeichnet wird. Daneben erfuhren die Teilnehmer einiges über den Waldbau und das Problem, waldbauliche Ziele mit manchen Naturschutzzielen zu vereinen, nicht ohne einige der naturschutzfachlich interessanten Arten kennenzulernen, beispielsweise die heimischen Orchideenarten Weißes Waldvöglein und Großes Zweiblatt. Vorbei an sehr verschiedenen Waldbildern wie Buchenwäldern, Kiefern-Heidelbeerwald, Fichten-Douglasienwäldern und anderen Mischwäldern ging es zum Pflaumbach, wo eine seltene und durch die Ausbreitung eines Pilzes akut gefährdete Baumart bestandsbildend ist: die Esche. Sie findet in der vom Pflaumbach durchfeuchteten Talsohle eigentlich gute Standortbedingungen, ist aber auch dort dem Pilz nicht gewachsen; zahlreiche dürre Äste belegten dies. Doch wie beim Ulmensterben setzt man auf einzelne Bäume, die resistent gegen den Pilz sind und dann die alten Standorte wieder besiedeln werden. Am Pflaumbach entlang ging es dann Richtung Radheim, von wo ein Fahrdienst die Teilnehmer zurück an den Ausgangspunkt brachte. Nicht nur für die Langstädter Teilnehmer bot der Rundgang manches Neue, auch die ausgefuchsten Heimatkundler erfuhren ihnen bis dahin Unbekanntes. So brachte die Mischung der Themen allen etwas Neues und wird bei den Meisten sicher auch einen bleibenden Eindruck hinterlassen.
 
Wohlfühlen im Sinnengarten des HERIGAR in Hergershausen
Pflanzen und Gärten anders erlebt am 1.6.
In Blütenmeer und Gartenräumen. Nach dem Herigar-Garten noch der Besuch im Garten Gatzemeier/Brendle.


(Bild: Dirk Diehl)

Einmal weg von den Informationen über Nutzwert und Seltenheit von Pflanzen ließen sich Besucher einer gemeinsamen Veranstaltung von NABU Langstadt und NABU Babenhausen im Sinnengarten des HERIGAR an der alten Schule in Hergershausen von Maren Gatzemeier und Mathias Brendle vom HERIGAR einführen. Der Garten ist in zwei Teile gegliedert. Im vordereren Bereich bietet der Garten einen formalen Teil mit Beeten für optische, geruchliche und haptische "Leckerbissen". Die optische Wirkung wurde mittels der Komposition dekorativer Pflanzen erzeugt; ungewohnter für die Teilnehmer sind die beiden weiteren Komponenten: Die geruchlichen "Leckerbissen" sorgten für Überraschungen: Blumen, die nach Schokolade oder Gummibärchen duften, Minzesorten, die eher nach Apfel, Ananas oder Erdbeeren dufteten als nach Minze; aber auch eine marrokanische Minze mit sehr starkem Minzduft sind Beispiele für die in diesem Beet vorgestellten Pflanzendüfte. Schließlich die "haptischen Leckerbissen". Hier dürfen Pflanzen angefaßt werden: Von einer sich wie ein Igel anfühlenden Pflanze bis hin zu Pflanzen mit zart-weich behaarten Blättern waren viele Eindrücke dabei. Ein Teilnehmer erinnerte sich an seine Kinderzeit und rief aus: Das fühlt sich an wie die Ohren von meinen Hasen, die habe ich früher immer so gerne gestreichelt!
Der zweite Teil des Gartens wird durch einen Tunnel aus Hainbuche erreicht und am Ausgang bleibt der Besucher zunächst überrascht stehen. Als wäre die Zeit Anfang der fünfziger Jahren stehen geblieben, steht der Betrachter vor einer blumenbunten Wiese. Selten gewordene Pflanzen wie Klappertopf, Acker-Witwenblume oder Zittergras gibt es zu entdecken, eingerahmt von verschiedenen Arten wilder Rosen und anderer selten gewordener heimischen Sträucher. Und als ob dieser Teil des Gartens nicht durch emsige gärtnerische Tätigkeit, sondern durch Schafsbeweidung entstanden sei, findet sich außer Sitzbänken noch ein Schäferwagen im Garten. Eine künstlerische Note erhält der Bereich durch Basteleien aus Holzfundstücken: bizarre Vögel, kleine Holzmäuschen, die auf ihre Weise die Schar der Gartenbewohner vergrößern.
Zum Verarbeiten der Eindrücke gönnte sich die Gruppe ein Pause bei Kaffee und Kuchen, um für einen weiteren Garten fit zu sein, nämlich für den Privatgarten der freundlichen Gastgeber. Dieserr Garten stellte sich als ein weiteres kleinod der naturnahen Gartenbaukunst heraus und so gab es viele Ideen für den eigenen Garten und bei manchem der Teilnehmer auch von unseren Gastgebern überlassene Ableger oder Samen zu verarbeiten.
Medhr über den Herigar und den Sinnengarten finden Sie Hier.
  Bahnhofsfest am 15. Juni erfolgreich
Veranstaltung über Erwarten gut besucht
Gegen Ende des Festes gab es nur noch Brot mit pflanzlichem Aufstrich. Fischbrötchen, Würstchen und Kuchen waren ausverkauft. Ein größerer Erfolg als vermutet war das Bahnhofsfest des neuen Vereins Netzwerk Bahnhof Langstadt. Reges Interesse fand das Projekt bei den Langstädtern wie bei den vielen Gästen aus der Umgebung. Auch der Beitrag des NABU wurde gewürdigt. Außer der angekündigten "Natur am Bahnhof" wurden Teile der Bahnausstellung von 2008 gezeigt, die damals in Zusammenarbeit mit Alexander Ruzicka entstand. Sie schlug damit den Bogen von den Anfängen bis zum jetzigen Zustand, während das Netzwerk Bahnhof Langstadt die Zukunft des Bahnhofs präsentierte. Der NABU Langstadt bot sozusagen den nostalgischen Teil, unterstrichen durch Schriftführer Frank-Ludwig Diehl und den Vorsitzenden Dirk Diehl, die sich den Besuchern in Eisenbahn-Uniformen der achtziger Jahre präsentierten. Nun freuen sich viele darauf mitzuerleben, wie der Bahnhof aus dem Dornröschenschlaf erwacht.
  Die Pferde gaben sich die Ehre
Am 26.7. radelte eine Schaafheim-Langstädter Gruppe ins NATURA-Gebiet

Mit dem Fahrrad in die "Wüste" zu fahren hatten NABU Langstadt & Schaafheim versprochen und das Wetter hielt sich daran. Bei strahlendem Sonneschein trafen sich die Gruppen im Wald zwischen Schaafheim und Langstadt, um von dort gemeinsam nach Babenhausen zum ehemaligen Truppenübungsplatz - heute Teil des europäischen NATURA-2000 Schutzgebietesystems - zu fahren. Zunächst war das Thema Wüste zweitrangig; auf mehr oder weniger schattigen Waldwegen strebte die Gruppe dem Ziel des Ausfluges entgegen - leider nicht immer im Sattel, hatte doch die gründlcihe Wühlarbeit von Wildschweinen auf dem Weg das Fahren streckenweise unmöglich gemacht. Am Ziel half das trockenheiße Wetter sehr gut bei der Illusion, eine Wüste oder zumindest eine Trockensteppe zu besuchen. Denn das Gelände in den Rödern stellt eine der größten Flächen von Sandtrockenrasen auf sauren Sanden in Hessen dar und kommt so einer Trockensteppe recht nahe. Nach dem Weggang des Militärs drohte die Fläche zu verbuschen und ihren Wert für seltene und hochbedrohte Vogelarten wie Heidelerche, Steinschmätzer und Wendehals wie auch für seltene Insekten und Pflanzen einzubüßen. Um dem entgegenzuwirken, wurde ein Beweidungsprojekt mit Przewalski-Pferden initiiert, der letzten heute noch lebenden Wildpferde-Art. Nachzuchten für ein Auswilderungsprogramm in Zentralasien werden auf solchen Flächen gehalten, um sie an ein natürliches Leben zu gewöhnen. Während es für viele der Tiere "nur" um die Förderung eines möglichst natürlichen Verhaltens geht, sind für ausgewählte Tiere solche Standorte das Trainingsfeld für den Ernstfall: sie werden stufenweise an die Bedingungen in ihren zukünftigen Auswilderungsgebieten herangeführt. Der gewünschte Nebeneffekt ist, daß die Tiere durch Tritt und Fraß die Flächen offen halten und für die Erhaltung eines guten Zustandes der Fläche für die Zielarten des Naturschutzes sorgen. Dies und viele anderen Details zum Gebiet erläuterte Yvonne Lücke, die nach Erkrankung von Dirk Diehl die Veranstaltung in hervorragender Weise alleine bestritt. Vom Beobachtungshügel aus suchte die Gruppe vergeblich nach den Wildpferden. Doch als sie einen Randweg am Zaun entlang folgte, wurden die Wildpferde entdeckt und konnten aus geringer Entfernung betrachtet werden. Noch sind die Tiere erst seit kurzem hier, aber beim Anblick der Pferde wünschten sich die Teilnehmer, daß die Tiere recht lange in Babenhausen bleiben werden und die in sie gesetzten Hoffnungen zur Erhaltung der bemerkenswerten Lebensgemeinschaft der Sandrasen erfüllen werden.
  Regen und Kühle schreckte sie nicht
Fledermäuse und Beobachter am 15. August auch bei ungemütlicher Witterung unterwegs
Eine Gruppe unerschrockener Interessenten hatte sich an der Stadtkirche getroffen, um den Fledermäusen an der Gersprenz bei Babenhausen nachzuspüren. Auch wenn leise Zweifel bei den Gästen bestanden, Dirk Diehl als Fledermausfachmann blieb optimistisch: "Wenn es nicht durchgehend regnet, fliegen auch die Fledermäuse." Und so war es denn auch. Die ersten Fledermäuse - der Große Abendsegler und die Zwergfledermaus - waren schon an der Gersprenz beim Schloß zu beobachten. Weiter ging es zu den Gärten an der Gersprenz, wo die Nähe eines landwirtschaftlichen Betriebes für weitere potentiellen Beutetiere sorgte. Dort flogen dann drei Arten auch in mehreren Exemplaren herum. Zu den bereits beobachteten Tieren kam noch die Mückenfledermaus, eine bislang in Babenhausen nur selten beobachtete Art, die typisch für Auengebiete ist. Nachdem es dunkel geworden war und die fliegenden Tiere nicht mehr zu sehen waren, ging es zurück in die Stadt. Entlang der neu zugänglich gewordenen Stadtmauer im Nordwesten der Altstadt wurde dann noch die Balz der Zwergfledermaus mittels der mitgeführten Ultraschalldetektoren hörbar gemacht. So konnten am Ende alle Teilnehmer mit interessanten Eindrücken und vielen Informationen über Fledermäuse versorgt nach Hause gehen.
  Am Schluß kam der Baumfalke und ein paar Regentropfen
Gemeinsamer Besuch des Wingertsberg Langstadt mit NABU Babenhausen

Zu unserer Veranstaltung am 14. September waren wir Gastgeber für den NABU Babenhausen, der zu einer Radtour nach Langstadt einlud. Ziel war der Wingertsberg von Langstadt, der durch einige Fußgänger verstärkt von der Kirche ausgehend besucht wurde. Dieses Schwerpunktgebiet des NABU Langstadt wurde im Rahmen eines Rundganges vorgestellt. Neben der interessanten Lebewelt, die sich gleich mit dem Vogel des Jahres 2014, dem Grünspecht bemerkbar machte, wurden auch die Maßnahmen des NABU erläutert, mit denen der Wingertsberg in seinem besonderen Charakter erhalten werden soll. Ausgehend von einer Aktion vor vielen Jahren, bei der der NABU den Grundstücksbesitzern Obstbäume spendierte und pflanzte, sofern die Eigentümer sich zur weiteren Pflege verpflichteten, bis zu den Naturschutzflächen, die durch den NABU Langstadt in zusammenarbeit mit einem Landwirt pflegt, wurden 500 Bäume gepflanzt, von denen sich mehr als 200 auf vom NABU gepflegten Naturschutzflächen befinden. Daneben werden Hecken geschnitten, Nisthilfen für Vögel, Fledermäuse und verschiedene Insektengruppen installiert und gewartet, sowie eine Trockenmauer wurde errichtet. Auch die neueste Aktion wurde vorgeführt: eine Ecke mit überwiegend kränkelnden Niederstamm-Obstbäumen wurde vergangenen Winter gerodet und mit Wacholder bepflanzt.
Neben diesen Informationen gab es auch die eine oder andere Obstsorte zu sehen und auch zu verkosten. Denn der Wingertsberg ist eine Landschaft, die schmeckt: Neben den "klassischen" Obstarten wie Apfel, Birne, Kirschen, Pflaumen und Walnüssen wurden auch Maulbeere, Mispel, Speierling und Wildfrüchte gepflanzt. Auch wenn das Wetter nicht ganz so warm war, zeigten sich nach dem Grünspecht doch einige weitere charakteristischen Bewohner des Bereiches. Eine der seltenen Arten war der in Holzmulm lebende Große Goldkäfer, der um die alten Obstbäume mit ihren Höhlen kreiste. Auch der Große Abendsegler war mit mehreren Exemplaren schon am Mittag auf dem Wingertsberg unterwegs. Zum Abschluß flog dann noch ein Baumfalke auf die Kuppe, gefolgt von einigen schimpfenden Schwalben, die diesem gewandten Jäger gelegentlich als Beute dienen müssen. Damit ging ein interessanter Nachmittag zu Ende, den auch ein paar Regentropfen auf dem Rückweg nicht mehr trüben konnte.
  NABU Schaafheim und Langstadt bei den Hirschen
Nach ungemütlichem Vormittag wagten sich nur wenige mit in den Wildpark
Am 11. Oktober regnete es den ganzen Vormittag immer wieder, so daß der Interessentenkreis für den Besuch des Wildparks "Alte Fasanerie bei Klein-Auheim" deutlich einschmolz. Die unerschrockenen "trotzdem-Teilnehmer" wurden dann mit recht freundlichem und zeitweise sonnigem Wetter belohnt. So wurde der Besuch bei Rothirsch, Wisent, Elch, Mufflon, Wolf, Wildschwein und Co. zu einem schönen Erlebnis. Zusätzlich konnte der Wissensdurst der Teilnehmer durch die sachkundigen Erläuterungen der Biologin Yvonne Lücke gestillt werden.
  Und mittags meistens ein Schauer
Richard Günther berichtete von seinen Wanderungen auf Korsika

Der letzte Vortragsabend des Jahres am 12. November führte die zahlreichen Gäste nach Korsika. Richard Günther berichtete mit einer bunten Bildfolge über eine Wanderung durch die alpinen Bereiche Korsikas bis zur Westküste. Er wußte die Zuhörer mit seinen Erlebnissen zu fesseln und den Blick auf die Schönheiten der Landschaft und ihre Lebewelt zu richten. Auch die Eigenheiten des Wetters wurden gewürdigt; denn fast täglich bilden sich nachmittags Regenwolken, die dann über den Bergen abregnen. Schlecht für den Wanderer, der sich bis dahin keine Unterkunft gesucht hat. Denn der Fels wird glatt und rutschig, wenn Algen und Flechten darauf das Wasser aufnehmen. Einen Hauch von korsischem Lebensgefühl bot Günther nicht nur optisch, sondern auch geschmacklich: Er hatte zwei korsische Biersorten zum Kosten mitgebracht, eine gebraut aus Pflanzen der dortigen Macchiavegetation, die andere angereichert mit Eßkastanie. Dieses "Enthemmers" hätte es nicht bedurft; da einige Besucher bereits Korsika-Erfahrungen hatten, entspann sich im Anschluß ein lebhafter Austausch, bei dem auch reichlich Anekdoten über Begegnungen mit Menschen, aber noch mehr mit korsischen Tieren zur Sprache kamen. Wie etwa die Geschichte von den Schweinen, die ins Auto einsteigen wollten und es nur mit Mühe gelang, die Essenvorräte zu schützen. So hatte der Abend durch die interessanten, spannenden und lustigen Beiträge der Zuhörer noch eine besondere Würze erhalten.
  Viele neue Mitglieder und eine Panne
Mitgliederwerbung in Babenhausen und Stadtteilen abgeschlossen

Sehr erfolgreich verliefen die Bemühungen, neue Mitglieder für den NABU Langstadt zu gewinnen. Wir freuen uns sehr über die neuen Mitglieder und begrüßen alle auf herzlichste. Leider ist in der Bundesgeschäftsstelle eine Panne bei der Zuordnung der Neumitglieder geschehen. Alle wurden der Gruppe Babenhausen zugeordnet, ein latentes Problem der Datenverarbeitung. Der NABU Langstadt kümmert sich um die korrekte Zuordnung. Niemand braucht aktiv zu werden. Dadurch verzögert sich allerdings die Erstinformation unserer Neumitglieder durch die Ortsgruppe noch ein bißchen. Wir bitten um Nachsicht.
  Wie funktioniert Echoortung?
Zusammenarbeit mit dem Netzwerk Bahnhof Langstadt e.V. bei einer Veranstaltung der Hochschule Darmstadt in Langstadt
Einen Eindruck der Ausstellung - im ehemaligen Bahndienstraum - gibt die Bildkollage. Mit prägnant gefaßten Kurzinformationen über Fledermäuse und die Echoortung durchsetzte Bildzeile, ergänzt um diverse Objekte zum Anschauen und Probieren auf dem Tisch (Bilder: Dirk Diehl).

Im Rahmen einer Tagung der Hochschule in Dieburg mit Projektpräsentationen wurde der Bahnhof Langstadt Außenstelle zur Vorstellung einer studentischen Projektarbeit, die ein Naturthema aufgreift: Die Echoortung der Fledermaus. Am 14. und 15. November bot sich die Möglichkeit, das Ergebnis dieses ausgefallenen Rollenspiels am eigenen Leib zu erfahren. Als Fledermaus bewegten sich die Teilnehmer durch eine Geschichte. Das Besondere daran: Ihre Orientierung erfolgte über Echoortung. Da die Teilnehmer natürlich keine original-Fledermauslaute verwenden konnten, hatte der NABU auf Bitten des Vereins "Netzwerk Bahnhof Langstadt" eine kleine Ausstellung über Fledermäuse aufgebaut und neben Bildern, Modellen und einem Präparat auch hörbar gemachte Ortungslaute vorgeführt. Interessenten konnten sich so über die Funktionsweise der Ortung bei "echten" Fledermäuse informieren, während die Teilnehmer an der Simulation einen Helm mit reichlich Technik aufgesetzt bekamen, die auf Knopfdruck ein Signal aussandte und verarbeitete. Nahe Hindernisse und deren Lagerichtung wurden durch wechselnde Signale angezeigt. Ein spannendes Erlebnis für Kinder und Erwachsene, das vermittelt, wie eine Orientierung nicht nur mit den Augen möglich ist.
  Lengschder Nikolausmarkt wieder gelungen
Wetter und Besucher gut auf dem kleinen Markt am 6. Dez.

Exakt auf den Nikolaustag fiel diemal der Termin zum "Lengschder Nikolausmarkt" und auch diesmal gab es wieder ein reichhaltiges Angebot weihnachtlicher Leckereien und Gegenstände auf dem Markt. Der NABU trug dazu seinen Apfelpunsch und Trockenfrüchte bei, daneben aber auch weihnachtliche Gegenstände, die für den guten Zweck gespendet wurden. Wie im letzten Jahr war auch wieder die Schaafheimer NABU-Kindergruppe "Ameisenarmee" mit von der Partie, die wieder ihr Vogelfuttersortiment mit gutem Erfolg anbot.
Schon Tradition ist das mittelalterliche Ambiente bei den Ständen von NABU und Naturkost-Diehl, das selbstverständlich auch 2014 beibehalten wurde.
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