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Interessantes aus 2012 kurz berichtet
Sperbervortrag
Krötenzaun
Mitgliederversammlung
Kräutersuche
Abendradtour
Mahdeinsatz
Müllaktion
Tag der Vereine
Yukon-Vortrag
Nikolausmarkt
Am 11.1. lockte der Sperber die Besucher
Dem Vortrag von Otto Diehl folgten rund 20 Besucher beim NABU Langstadt

Wegen der Kleinvögel auf dem Speiseplan des Sperbers wurde die Art lange Jahre vom Vogelschutz mit kritischem Blick betrachtet. Es war zu einer Zeit, als man nur die "Nützlinge" im Blick hatte, die insektenfressenden Vogelarten schützen und die restlichen bekämpfen wollte. Daß dieses Nützlingsdenken zu kurz greift und die menschliche Einschätzung moralisch nicht vertretbar ist - und oftmals auch nicht den ökologischen Tatsachen entspricht, hat sich inzwischen herumgesprochen. Profitiert davon hat auch der Sperber, der mit seinen Verhaltensweisen im Zentrum des Vortrages stand. Der Vogel darf nicht mehr gejagt werden und auch so hat er Schwierigkeiten genug. Belastungen durch Umweltgifte oder Glasanflüge, die bei der rasanten Jagd des Sperbers in den Orten häufig vorkommen, sind Beispiele für seine Probleme. Otto Diehl berichtete auch vom Familienleben; daß das Weibchen am Nest die Jungen versorgt und das Männchen bestenfalls zur Beuteübergabe kurz am Nest geduldet wird, wobei das Weibchen die Beute normalerweise schon im Nestumfeld übernimmt. Die Rollen der Partner sind so fixiert, daß bei Ausfall des Weibchens die Junge angesichts des vom Männchen weiterhin herbeigebrachten Futters verhungern, da sie erst relativ spät selbstständig das Futter zerteilen und das Männchen nicht füttert. Glücklicherweise haben die Vögel ihr größtes Bestandstief überwunden; doch der Sperber ist noch weit davon entfernt, wieder ein häufiger Vogel zu sein. Dazu fehlen ihm vielleicht auch die Beutevögel, denn auch um einstige Massenarten wie die Sperlinge steht es nicht mehr so gut.
Sperber
Sperber, ein unausgefärbtes Männchen.

(Bild: Dirk Diehl)

Einsatztag für die Kröten am 22.2.
NABU Langstadt stellt wieder Krötenzaun

Zum zweiten Mal errichtete die Ortsgruppe einen Krötenzaun zwischen Langstadt und Babenhausen, um die Verluste an Kröten auf der Straße zu verringern. Im letzten Jahr waren es noch 300 m, dieses Jahr wurde der Zaun auf 500 m verlängert. Da reichten die 7 Personen nicht mehr aus, um den Zaun an einem Nachmittag zu stellen. Immerhin, 400 m waren gestellt, als am Freitag die ersten Kröten den Zaun erreichten und über die Straße gerbracht wurden. Die letzten 100 m wurden dann am Samstag errichtet.
Die Tiere werden gezählt, um den Erfolg der Maßnahme zu kontrollieren und das Artenspektrum im Blick zu halten. Daher bitten wir darum, keinesfalls die Tiere ohne unserem Wissen über die Straße bringen. Wer Kröten über die Straße bringen will, setzt sich bitte mit uns in Verbindung.
 

Krötenbilanz 2012 stimmt nachdenklich
Erdkröten-Wanderung viel schwächer als 2011

Unter gemeinsamer Betreuung unseres Krötenzaunes durch NABU Babenhausen und Langstadt wurde der Krötenzaun auch in diesem Jahr wieder optimal betreut. Wie im letzten Jahr stand unser Krötenzaun bis Mitte April, doch das Ergebnis war ernüchternd. Im letzten Jahr wurden rund 370 Erdkröten und einige Teichmolche, sowie ein Laubfrosch notiert. Dieses Jahr wurden nur gut 200 Erdkröten und keine weiteren Lurcharten registriert, obwohl unser Zaun 200 m länger war und deshalb eigentlich mehr Individuen zu erwarten waren. Wir befürchten, daß der strenge Frost nach dem zeitweise sehr milden Winterverlauf einige Verluste verursachte. Vermutlich waren die Kröten teilweise nicht mehr im sicheren Winterlager, als der Forst einsetzte. In den frostgefährdeten oberflächennahen Verstecken wurden die Tiere wohl vom Frost erreicht und erfroren.

Mitgliederversammlung am 7.3.12
Bei den Vorstandswahlen werden alle Vorstandsmitglieder im Amt bestätigt

Bildreich war der Bericht des Vorstandes, mit dem eigene Arbeiten in Kontext mit den Entwicklungen und Ereignissen des Jahres 2011 vorgestellt wurden. Dirk und Otto Diehl - Erster Vorsitzender und Ehrenvorsitzender - gestalteten gemeinsam diesen Vortrag, der einen Überblick über das vergangerne Jahr vermittelte. Erfreulich die weiter steigende Popularität des NABU Langstadt, die sich auch in der Mitarbeit bei den anstehenden Arbeiten bemerkbar macht. Leider bleibt immer noch Einiges an Arbeiten liegen, so daß hier weiterhin Anstrengungen unternommen werden müssen, um die Effizienz und die Mitarbeit bei den Aufgaben des NABU Langstadt zu verbessern.
Die Versammlung war offensichtlich mit der Arbeit des Vorstandes zufrieden; die Vorstandsmitglieder wurden durchweg ohne Gegenstimmen in Ihren Ämtern bestätigt.
 

Wanderung mit Kräutersuche am 6.5.12
Teilnehmer bewiesen Regenfestigkeit

Nicht von bestem Wetter begleitet verlief die diesjährige Kräuterwanderung unter dem Titel "Wildpflanzen - Genuß aus der Natur". Jedenfalls war die Natur nicht so vertrocknet wie im vergangenen Jahr. Der Wingertsberg mußte im letzten Jahr als Exkursionsziel für die Kräutersuche aufgegeben werden. Dank der regelmäßigeren Regenschauer dieses Jahres standen die Kräuter und essbaren Wildpflanzen gut da und wurden auch während der Veranstaltung kräftig nachgegossen. Davon waren die Teilnehmer unbeeindruckt und ließen sich selbst während eines Gewittergusses Erläuterungen zu den vorgefundenen Wildpflanzen geben.
Am Beginn der Wanderung gab es einige Erklärungen über die Entstehung von Pflanzengesellschaften und ihre Wuchsbedingungen. Danach begab sich die Gruppe auf die Suche nach nutzbaren Pflanzen. Ohne den Weg verlassen zu müssen, konnten diverse Würz- und Eßpflanzen am Wingertsberg gezeigt werden. Löwenzahn, Feldsalat, Origanum, Wegwarte, Beifuß, Wilder Lauch, Vogelmiere, Knoblauchsrauke, Giersch, Brenn-Nessel, Walderdbeere, Waldmeister und viele andere Arten wurden vorgestellt und Einsatzmöglichkeiten erläutert. Auch einige Beispiele für die Kräuterapotheke blieben nicht unbeachtet. Dazu gehören Schafgarbe, Spitzwegerich und Johanniskraut. Auch einige Giftpflanzen wurden gefunden, etwa die Herbstzeitlose, die zwar als Giftpflanze zu betrachten ist, ihr Wirkstoff Colchizin aber in der Gichtbehandlung der modernen Medizin eine Rolle spielt. Dirk Diehl wies auf die Risiken des Wildkräutersammelns hin, die insbesondere durch mangelhafte Kenntnisse der gesuchten Arten entstehen können. Er konnte auf ein aktuelles Beispiel verweisen, hatte doch gerade am Vortag die Polizei in Nürnberg die Kunden eines Freizeitsammlers gesucht, der die giftigen Maiglöckchenblätter als Bärlauch gesammelt und auf dem Markt verkauft hatte.
 
Bei der Obstbaumpflege Bei der Pflege unserer Zwetschgenbäume am Länderbach am 2. Juni, einem unserer monatlichen Arbeitstermine. Stammaustriebe werden beseitigt.

(Bild: Dirk Diehl)
 

Radtour in den Abend
Am 18. Juli ging es zur Gersprenz

Etliche Teilnehmer hatten sich zur "Radtour in den Abend" eingefunden, um auf vielleicht nicht ganz so bekannten Wegen über Sickenhofen entlang der Gersprenz zu den Hergershäuser Wiesen zu gelangen. Erläuterungen zu Kultur und Natur an der Strecke garnierten die Tour mit kurzweiligen Pausen. Die Hoffnung, den neuen Storchenbrutplatz bei Sickenhofen besetzt vorzufinden, erfüllte sich zwar nicht, aber immerhin konnte der Weißstorch an der Kläranlage Münster noch am Nest gesichtet werden. Noch schwerer zu beobachten ist der an die Gersprenz zurückgekehrte Biber. Während einige Teilnehmer noch das Abtauchen eines dieser scheuen Tiere mit dem charakteristischen Warnlaut - dem Aufklatschen seines Schwanzes auf die Wasseroberfläche - mitbekamen, mußten sich die Meisten mit den Spuren des Bibers begnügen.
Neu war für die Teilnehmer der Beobachtungsstand am Naturschutzgebiet auf dem Sand, der einen guten Überblick über die Wasserflächen ermöglicht, ohne zu stören. Über Altheim ging es zurück nach Harpertshausen, wo die Gruppe zur Ausflugzeit der Fledermäuse ankam. Dies war der Anlaß, auf das jüngst ausgewiesene 2. fledermausfreundliche Haus in Harpertshausen hinzuweisen. Zum Abschluß ging es an die Langstädter Kirche, wo die Schleiereule nach einigen Jahren Pause den Kirchturm wieder bewohnt. Mit dem Abflug des Altvogels zur Jagd und dem Zischen der Jungeulen endete die Radtour am Ausgangspunkt unser Runde mit einem echten Höhepunkt für die Naturfreunde.
 


Mahd mit dem neuen Mähwerk
Völlig neues Mähgefühl mit dem Traktor

In diesem Jahr erfolgte die Heumahd witterungsbedingt recht spät - und mit einem neuen Mähwerk am Traktor. Im Vorfeld hatte unser Maschinenführer Dieter Schöffel für den Traktor schon ein Vorbaugewicht hergestellt, damit das Mähwerk das Fahrzeug nicht nach hinten kippt. Bei der Mahd schließlich mußte umgedacht werden, denn auch wenn der Traktor wendig ist - einen Spurversatz bekommt das Gerät an den Bäumen auch nicht hin. Es muß also an jedem Baum mit dem Gerät aus der Reihe raus und anschließend wieder eingetaucht werden. Die körperlich anstrengende Arbeit mit dem Kommunalmäher hat einer Konzentrationsarbeit Platz gemacht. Vorne schauen, hinten schauen - nicht nur das Lenkrad mußte eifrig nach links und nach rechts gedreht werden. Insgesamt klappte das Mähen gut, auch wenn der Traktor leider Anlaß zu Unterbrechungen gab: ein durchgescheuertes Kabel sorgt für Stromverluste.

 
Mahd mit dem Kleintraktor Bei der Mahd mit dem neuen Mähwerk zwischen den Obstbäumen.


(Bild: Dirk Diehl)

Müllsammelaktion und Jugend für Natur
Aktion des NABU Langstadt zur Kreisweiten Müllsammelaktion am 29.9.2012

Mit 6 Helfern, jedoch schwacher Resonanz bei den Kindern nahm der NABU Langstadt seinen Gemarkungsanteil zur Säuberung bei der kreisweiten Müllsammelaktion in Angriff. Erfreulich, daß die Müllmenge weiterhin stagniert. Leider gab es aber wie in den zurückliegenden Jahren auch bedenkliche Funde, die erst kürzlich in die Hecken geworfen wurden - wie etwa Elektroschrott. Das ist um so unverständlicher, als Elektrogeräte kostenlos zurückgenommen werden. In der Natur sind sie beispielsweise durch Freisetzung von Schwermetallen oder giftigen organischen Verbindungen problematisch.
Bei einer kleinen Pause gegen Ende der Aktion gab es eine leckere Stärkung aus nachhaltiger Erzeugung, für die Kinder lagen zusätzlich als Dankeschön ein Postkartenheft Natur, Äbbelhutzel aus Langstädter Äpfeln und eine kleine Schrift für Kinder über Möglichkeiten im Natur- und Umweltschutz bereit.
 


Tag der Vereine
Erstmaliges Angebot mit guter Resonanz

Derzeit liegt der Vorsitz des Langstädter Ortsvereinsgremiums beim NABU Langstadt. Damit oblag ihm auch die Koordination einer Präsentation der Ortsvereine am "Tag der Vereine" am 4. November. Aus Sicht des NABU war die Zusammenarbeit zwischen den Vereinen vorbildlich und das Ergebnis konnte sich sehen lassen. Der NABU präsentierte neben seinere Arbeit die Dohle, den Vogel des Jahres mit einer kleinen Bildausstellung, sowie einer Malaktion und einem Geschicklichkeitsspiel. Zum Knabbern gab es an unserem Stand Lengschder Äbbelhutzel - getrocknete Apfelstücke vom Wingertsberg. Auch wenn wohl bei keinem Verein neue Mitglieder geworben wurden, haben sich doch viele Langstädter über den NABU und die anderen Vereine bzw. deren Anliegen informiert und die Veranstaltung zu einem Erfolg gebracht.

 
NABU-Stand am Tag der Vereine Der Stand des NABU am Tag der Vereine. Der Jahresvogel "Dohle" und eine Bildfolge über unsere Arbeit bildeten den Kern userer Präsentation.



(Bild: Dirk Diehl)
 
Rekordverdächtiges zum Abenteuer am Yukon
Besucherandrang macht Umzug in den Gemeindesaal nötig

Unser letzter Vortragsabend des Jahres war am 7. November der Reisebericht von Richard Günther über eine Tour mit dem Kanu auf dem Yukon. Es war eine mehrfach spannende Veranstaltung: Knapp eine Woche vor der Veranstaltung erkrankte der Referent und erst am Vortag der Veranstaltung stand fest, daß er den Vortrag würde halten können. Dann wurde es spannend, als die Gäste in den Rathaussaal strömten. Denn der Besucherstrom wollte nicht so recht abreißen, so daß der Umzug in den größeren Saal des Gemeindehauses nötig wurde. Und dann kam der mit Spannung erwartete Vortrag von Richard Günther. Das Publikum war sicher nicht enttäuscht, zumal überwiegend gutes Wetter bei Günthers Tour die optimale Grundlage für beeindruckende Landschaftsaufnahmen lieferte.


NABU wieder mit Stand beim Lengschder Nikolausmarkt
Sonniges Winterwetter liefert optimalen Rahmen

Auch 2012 beteiligte sich der NABU wieder am Lengschder Nikolausmarkt, der diesmal am 1. Dezember stattfand. Im letzten Jahr hatte der Markt einen Hauch Mittelalter bekommen - ein Wikinger war mit seinem Zelt zu Gast gewesen - und die Brüder Diehl vom NABU waren ebenfalls mittelalterlich gewandet. Der NABU hat die Idee fortgesetzt und auch dieses Jahr wieder mit einigen mittelalterlich gewandeten Personen den Markt bereichert. Traditionelle Weihnachtsfreuden wie Dörrobst, Lebkuchen und Nüsse standen denn auch im Vordergrund des Verkaufs, den Naturkost-Diehl freundlicherweise unterstützte. Mehrfach darauf angesprochen, ob wir den erstmals am Babenhäuser Weihnachtsmarkt angegliederten Mittelalterlichen Markt kopieren wollten, konnten wir auf die letztjährigen "Mittelalter-Aktivitäten" in Langstadt verweisen und mit einem Augenzwinkern die Frage nach dem Abkupfern unter diesem Aspekt stellen. Daneben gab es aber auch die seither angebotenen Weihnachtsdekorationen aus zweiter Hand. Mit Saft aus Äpfeln vom Wingertsberg wurde ein leckerer Glühpunsch erzeugt, der rasch seine Anhänger fand.

 
NABU-Stand am Nikolausmarkt
Zum zweiten Mal bedienen mittelalterlich Gewandete am Stand des NABU beim Lengschder Nikolausmarkt.


(Bild: Dirk Diehl/Yvonne Lücke)
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