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Interessantes aus 2008 kurz berichtet
Vortrag Heimat
Vortrag Kuckuck
Jubiläumsabend
Vorstandswahlen
Biber & Schachblume
Kräuter-Rundgang
Kiesgruben-Tour
Feuerwehr-Umzug
Wingert-Rundgang
Hergershäuser Wiesen
Fledermausfest
Vortrag Klima
Vortrag Spitzbergen
Vortrag 50 Jahre NABU
1958-2008 - Unser Jubiläumsjahr: 50 Jahre für die Natur
Unsere Heimat Langstadt
Vortrag am 23. Januar mit drei Referenten

Unsere Vortragsreihe in unserem Jubiläumsjahr wurde mit einem offensichtlich attraktiven Vortrag eröffnet. Rund 80 Besucher wollten den Vortrag hören. Glücklicherweise konnten wir kurzfristig in das evangelische Gemeindehaus umziehen, und mußten niemanden wegschicken. An dieser Stelle nochmals Dank für die kurzfristige Bereitstellung des Saales durch die evangelische Kirchengemeinde.
Im Vortrag gab es Erläuterungen zur baugeschichtlichen Entwicklung Langstadts von Frank Ludwig Diehl, Erinnerungen aus und um das Dorf von Otto Diehl und einige Hinweise zur Langstädter Natur durch Dirk Diehl. Es war ein weites Feld, auf das sich die Referenten gewagt haben und bei der Fülle möglicher Informationen war die Auswahl der Themen schwergefallen. Man erfuhr etwas über den großen Brand von Langstadt ebenso wie über den Brand des Storchennestes; über die Vorgängerkirche des jetzigen Kirchenbaus ebenso wie über die Schleiereule. Staunend hörten die Besucher von Raritäten wie Stöpselkopf-Ameise, Großer Goldkäfer und Fransenfledermaus oder wie die Langstädter Synagoge durch die Friedhofsverlegung zu einem respektablen Standort kam. Man erfuhr etwas von politischen und geologischen Grenzen in Langstadt, von denen heute nur noch die geologische Grenze zwischen Odenwald und Rhein-Main-Ebene von größerer Bedeutung ist.

Zum Kuckuck
Vortrag von Otto Diehl am 20. Februar
 
Beim Betrieb eines Grammophons
Zum Abend gehörten auch Lieder mit dem Kuckuck als Thema. Erheiternd war ein Lied, das Frank Ludwig Diehl von einer alten Schellack-Platte mit dem Grammophon abspielte.
(Bild: Dirk Diehl)
Der Referent des Abends Otto Diehl hatte den Ausruf "Zum Kuckuck!" nicht nötig - hatte er doch ein aufmerksames Publikum, das man nicht ermahnen mußte, zuzuhören. Er berichtete beispielsweise von den volkstümlichen Vorstellungen, welche Wirkungen man dem Kuckucksruf zutraut. So soll die Zahl der Rufe dem Beobachter Aufschluß über seine verbliebene Lebensspanne geben. Mit dem ersten Kuckucksruf werden besonders viele Dinge verknüpft. Zwei Beispiele: Wer beim ersten Kuckucksruf auf seinen Geldbeutel klopft, hat immer Geld. Oder: die Erde, auf der man beim ersten Kuckucksruf steht, wirkt gegen Flöhe.
Nicht minder erstaunlich sind Die Dinge, die der Kuckuck tatsächlich zustandebringt. So war zu erfahren, daß die Kuckucksmutter ihre Eier in die Nester der Art legt, bei der sie selbst aufwuchs. Ihre Eier gleichen denen des Wirtsvogels und sind fast genauso klein, obwohl der Kuckuck selbst wesentlich größer ist als die Wirtsvögel. Der geschlüpfte Kuckuck schiebt Eier und Nestgeschwister über den Nestrand, wo sie von den Wirtsögeln nicht mehr beachtet werden. Nur so ist es möglich daß der große Vogel von seinen Wirtseltern aufgezogen werden kann, er benötigt erheblich mehr Nahrung als ein Junges der Wirtseltern.
Ein Höhepunkt anderer Art stellte die Vorführung einer alten volkstümlichen Weise auf Schellackplatte mit dem Grammphon dar. Überraschung im Publikum riefen auch die Rufe des Kuckucksweibchens und Erregungsrufe des Männchens hervor - etwas anderes als den typischen "Kuckuck"-Ruf hatte niemand von dem Vogel erwartet. So ging der Abend über den Vogel des Jahres 2008 abwechslungsreich und kurzweilig vorüber.

Jubiläumsabend und Ausstellung im März
Kreistreffen der Naturschutzverbände und Ortsbeauftragte für Vogelschutz in Langstadt

Im März präsentierte der NABU Langstadt einen der Höhepunkte des Jubiläumsjahres 2008. Mit dem Jubiläumsabend am 14.3. wurde eine Ausstellung im ev. Gemeindehaus eröffnet, die freilich erst an den beiden Folgetagen vollständig aufgebaut zu besichtigen war.
 
Der Jubiläumsabend erhielt seinen besonderen Rahmen durch die Verlegung des Kreistreffens der Naturschutzverbände nach Langstadt und die Einlagen mit "Happyman" Norbert Herbert und seiner Drehorgel, zu deren Musik Frank Ludwig Diehl als Bänkelsänger Episoden aus der Geschichte des NABU in Langstadt zum Besten gab. Als Hauptredner war Klaus Richarz, Leiter der staatlichen Vogelschutzwarte für Hessen, Saarland und Rheinland-Pfalz und Autor von naturkundlichen Büchern zu Gast. Er referierte über die Frage, wie Werbung für die Natur und die Leistungen des Naturschutzes funktionieren könnte. Anläßlich des Jubiläums wurden an diesem Abend noch langjährige und verdiente Mitglieder geehrt.
Die Ausstellung befaßte sich mit den Tätigkeiten der Ortsgruppe und Themen des Naturschutzes, einen breiten Raum nahm Langstadt und seine Artenvorkommen ein. Daß der NABU Langstadt zwar alt, aber keineswegs verstaubt ist, zeigte auch die Ausstellung: Außer Bildern und Dioramen mit lebensgroßen Vogelmodellen gab es Malen und Papierbasteln für Kinder; auf Computern konnte man sich durch Informationen über Langstadt und den NABU klicken und für alle, die "besonders nah dran" sein wollen, waren Stereolupen mit diversen Langstädter Fundstücken aufgebaut.
Anläßlich der Ausstellung wurde auch der Gastgeber ausgezeichnet. Für seine Toleranz gegenüber den in den Kirchengebäuden ansässigen Fledermäusen und der Schleiereule erhielt die ev. Kirchengemeinde Langstadt die Plakette "Lebensraum Kirchturm".
Bilder vom Jubiläumsabend, der Ausstellung und der Verleihung der Plakette "Lebensraum Kirchturm" finden Sie HIER.

Vorstandswahlen am 16.4.08
Otto Diehl gibt sein Vorstandsamt nach 50 Jahren ab

Im Jubiläumsjahr hat Otto Diehl seine Position als erster Vorsitzender des NABU Langstadt zur Verfügung gestellt. Nach dem er nun 50 Jahre lang den NABU Langstadt führte, wollte er einem Jüngeren Platz machen. Sein Tätigkeitsbericht geriet zu einem kurzen Abriß seiner langen Vereinstätigkeit. Die Anwesenden spürten, wie sehr Otto Diehl im Naturschutz verwachsen ist. Vorstand und Kassenführung wurden entlastet, und seit der Wahl heißt der Vorsitzende des NABU Langstadt Dirk Diehl. Dem freiberuflich tätigen Diplom-Biologen stehen Karl-Heinz Bader als Stellvertreter, Dorothea Schmid-Schönbein als Kassenwartin und Frank Ludwig Diehl als Schriftführer zur Seite. Otto Diehl wurde vom Vorstand als Ehrenvorsitzender berufen, was die Versammlung per Abstimmung ausdrücklich billigte. In diesem Zusammenhang wurde nochmals an die großen Verdienste von Otto Diehl erinnert, der weit über Langstadt hinaus - bis auf Bundesebene - wirkte und noch immer wirkt.
 
Montage Biberpräparat und gefällter Baum

Zu Besuch bei Schachblume und Biber

Am 20.4.08 machte sich eine Gruppe Langstädter, verstärkt durch interessierte Babenhäuser, in Fahrgemeinschaften auf den Weg in das Sinntal. Dort wollten wir dem Biber nachspüren und die Schachblumen-Wiesen kennenlernen. Kenntnissreiche Führerin vor Ort war Ingrid Schultheis, die maßgeblich bei der Ansiedlung des Bibers und dem Schutz der Schachblumenwiesen mitgewirkt hat.
Einen lebenden Biber konnten wir nicht beobachten; das wäre ein sehr großes Glück gewesen. Die Spuren dieser großen Nager waren aber auch sehr beeindruckend; ergänzt wurden unsere Eindrücke vom Biber durch ein Präparat (rechts im Bild eine Photomontage Biber-Präparat und seine Spuren). Wir erfuhren etwas über Dammbautechniken und Biberburgen, über Fluchttunnel, Schwimmkanäle und Baumnutzung. Wir hörten von ihrem Familienleben; über Jungenanzahl, Geburtszeiträume, Reviermarkierung und Sonnplätze. Es gab aber auch einiges zu hören über die Konflikte - beispielsweise vom Rückstau in Entwässerungs-Anlagen oder gefällten Obstbäumen - und wie man die Probleme lösen kann.
Wie viel anders und weniger komplex waren die Schutzbemühungen für die Schachblumenwiesen im Sinntal, dem zweiten Thema unserer Reise. Die bekannten Standorte mußten erhalten werden, d.H. magere, frühjahrsnasse Wiesen waren gegen Entwässerung und Aufdüngung zu schützen. Kompliziert sind bei der Schachblume eher die Fragen nach ihrer Herkunft. Frau Schultheis konnte hier Interessantes berichten. Beispielsweise über Mode-Blumen im Mittelalter, zu denen die Schachblume gehörte und wohl aus Adels- und Klostergärten den Weg in die Sinntal-Wiesen fand. Erfreulich für die Exkursionsteilnehmer: Trotz der relativ kühlen Witterung im Vorfeld waren doch schon etliche Blüten der Schachblume zu sehen. Unsere Befürchtung, nur vor Knospen zu stehen, bewahrheitete sich nicht. Den Ausklang unserer Tour begingen wir auf dem Schachblumenfest der Gemeinde Sinntal, wo sich die Teilnehmer mit Kuchen oder einem herzhaften Imbiß stärken konnten.
 
Bilder vom Besuch bei Schachblume und Biber

Wenn Unkräuter zu Küchenkräutern werden:
Der Rundgang mit der Kräuterfrau am 11.5.08
 

Einen neuen Blick auf Pflanzen, die einige der Rundgangsteilnehmer bislang wohl nur als lästiges Kraut zwischen den Kulturpflanzen im Garten kannten, vermittelte Frau Fasterling am 11.5.08 in Langstadt. Auf einem kleinem Rundgang, der uns vom Alten Breuberger Weg bis hinter den Fischteich und durch den Wald zurück führte, konnte Frau Fasterling mehr als 30 Kräuter für Küche und Apotheke vorstellen. Altbekannte Pflanzen wie Wald-Erdbeere, Kamille und Thymian waren ebenso darunter wie eher unbekannte nutzbare Wildkräuter wie Mädesüß, Weg-Rauke oder Giersch. Unübersehbar sprach die Praktikerin: Die Erläuterungen waren gespickt mit Hinweisen zur Zubereitung der Kräuter für Ernährungs- und Heilzwecke.
Gerade Eltern mit kleineren Kindern sollten sich das "Wiesenpflaster" merken: Ein zerriebenes Blatt des Spitz-Wegerich, mit einem vollständigen Blatt der gleichen Pflanze umwickelt und mit einem Grashalm festgeknotet, lindert Schmerzen und fördert die Heilung bei kleinen Wunden und Insektenstichen.
Wiesenpflaster
Das Wiesenpflaster aus Spitzwegerichblättern: Förderung der Wundheilung und Verband in einem. Einer der vielen Hinweise auf Anwendungsmöglichkeiten heimischer Kräuter bei unserem Rundgang.


Bild: Dirk Diehl
Eine Auswahl der besprochenen Küchen- und Heilpflanzen: Baldrian, Beifuß, Brennessel, Feldsalat, Gefleckte Taubnessel, Gemüse-Kratzdistel, Giersch, Goldnessel, Gundermann, Hainsimse, Hirtentäschel, Kamille, Kriechender Günsel, Löwenzahn, Mädesüß, Meerrettich, Rote Taubnessel, Sauerampfer, Schafgarbe, Scharbockskraut, Schöllkraut, Spring-Schaumkraut, Thymian, Vogelmiere, Wald-Erdbeere, Waldmeister, Wald-Veilchen, Wald-Ziest, Weg-Rauke, Weiße Taubnessel, Wiesen-Bärenklau, Wiesenkerbel, Wiesen-Labkraut

Mit dem Fahrrad in die Kiesgrube am 8.6.08
Beobachtungen in einem Lebensraum aus zweiter Hand

Das Ziel unserer Juni-Veranstaltung war die Kiesgrube Weiß-Aumann in der Harreshäuser Gemarkung. Dieses Kiesgrubengelände soll nach der Auskiesung Naturschutz-Zielen dienen, und dazu werden bereits heute viele gestalterische Anstrengungen unternommen. Betreut wird die Ausgestaltung durch unseren Ehrenvorsitzenden Otto Diehl, der aus erster Hand von den Bemühungen berichten konnte, wie aus dem "ausgekiesten Loch" durch Änderungen im Rekultivierungsplan ein naturnaher See entseht. So wird es keine mit der Meßlatte gezogenen einheitlichen Uferneigungen geben und keine Mutterbodenabdeckung. Kleine Nebengewässer ergänzen den großen See und eingefülltes Erdmaterial wird unter Wasser abgeflacht, so daß sich ausgedehnte Röhricht- und Wasserpflanzengesellschaften entwickeln können. Ein bißchen tist die entwicklung zu ahnen, und einige der beobachteten Tierarten belegen das hohe Potential von Kiesgruben als Lebensstätten: Haubentaucher, Flußregenpfeifer, Graureiher und Uferschwalbe etwa, aber auch die Libellen, sowie Erd- und Kreuzkröte gehören zu den bemerkenswerten Arten.
 

Der NABU beim Feuerwehr-Umzug am 22.6.08

Irgendwie war es auch unser Jubiläumszug, und das brachten wir mit dem Motto
NABU (50) & Feuerwehr (75): Die Jubilare grüßen die Jubilare
auch zum Ausdruck.
Mit einer radelnden Gruppe waren wir beim Umzug dabei, wobei etliche außergewöhnliche Fahrräder präsentiert werden konnten. Wir hoffen, es hat den Zuschauern Spaß gemacht und vielleicht ein bißchen Lust geweckt, das Auto öfters gegen das Fahrrad zu tauschen.
 

Rundgang über den Wingertsberg am 13.7.08

Im Juli blieben wir in der Langstädter Gemarkung und besuchten den Wingertsberg, einen unserer Arbeitsschwerpunkte. Germeinsam erkundeten wir die Vielfalt der alten und jungen Obstbäume, neben den traditionellen Obstsorten wie Apfel, Birne und Kirsche auch Arten wie Speierling, Mispel und Maulbeere. Die artenreiche Kräuterflur war ebenso Thema wie die Vogel- und Kleintierwelt des Wingertsberges. Und so konnten die Teilnhemer erfahren, wozu die Holzhaufen und die Trockenmauer oder die "Häuschen mit den gebohrten Holzklötzen und dem Lehm" dienen.
Bei dem Rundgang wurde auch etwas für den Gaumen geboten: Es gab späte Kirschen und frühe Äpfel zum kosten.
 

Mit dem Fahrrad in die Hergershäuser Wiesen am 17.8.08
Beobachtung von seltenen Watvögeln, Enten und anderen Vögeln mit dem Spektiv

Einen besonderen Leckerbissen boten wir mit dem Besuch des Naturschutz-Großprojektes Hergershäuser Wiesen, bei dem unser Ehrenvorsitzender Otto Diehl maßgebliche Arbeit geleistet hat. Aus einem fast verlorenen Paradies entstand allmählich wieder ein Refugium für anspruchsvolle und seltene Arten. Solche konnten wir auch beobachten: Beispielsweise sahen wir Flußuferläufer, Bekassine, Bruchwasserläufer, Flußregenpfeifer, Eisvogel, Weißstorch, Krickente und Braunkehlchen. Ziel bei der Revitalisierung dieses Aue-Raumes war es aber auch, einen Ausgleich mit der Landwirtschaft zu finden, wozu auch ein Flurneuordnungsverfahren diente. Außerdem wurde mit den Maßnahmen der Hochwasserschutz verbessert. Eine aus derzeitiger Sicht sehenswerte Situation.
 

Unser Fledermausfest mit der Markwaldschule am 6.9.08
löst ein "Fledermausfieber" in Langstadt aus

Gemeinsam mit dem Lehrerkollegium der Schule und der tatkräftigen Unterstützung durch die Eltern war es gelungen, einen herrlichen Nachmittag rund um die Fledermaus zu gestalten.
Schon im Vorfeld wurden Fledermausgeschichten gelesen, es gab Sachkundeunterricht über diese Tiergruppe und eifrig wurden Fledermäuse gebastelt, damit die Schule am Fest auch würdig dekoriert ist. Für die Schüler war der erste Höhepunkt in der Woche davor ein "Expertenbesuch" vom NABU. Bei dieser Gelegenheit konnten sie nochmals vieles aus erster Hand und mittels vielfältigen Anschauungsmaterial über Fledermäuse lernen.
Leider konnte abends die Fledermauswanderung nicht wie geplant stattfinden: Es hatte sich eingeregnet. Am daraufhin anberaumten Ersatztermin (11. September) fand sich erneut eine große Menschenmenge ein. Leider waren die Fledermäuse nicht sonderlich kooperativ. Sie überflogen die Gruppe, ließen uns aber meist nicht viel Zeit, ihre Jagdflüge zu verfolgen. Immerhin konnten Abendsegler und Zwergfledermaus gehört und gesehen werden. Zum Abschluß wurde dann noch ein Pflegling gezeigt. So war sichergestellt, daß jeder Teilnehmer auch wirklich eine lebende Fledermaus zu sehen bekam.
 

Unser Klima im Schwitzkasten
Vom Klimawandel und dem Netzwerk KLARA-Net am 15.10.08

Ein sehr ernstes Thema beschäftigte uns an unserem Vortragsabend im Oktober. Als Referneten waren Frank Buchholz und Robert Richel vom KLARA-Net zu Gast. Das KLARA-Net (Netzwerk zur KLima-Adaption in der Region StArkenburg) will Bewußtsein für die Problematik schaffen und den Betroffenen über ein Netzwerk bessere Lösungsansätze ermöglichen.
Die Referenten gaben einen Einblick in Klimamodelle und präsentierten Beispiele, wie sich die erwarteten Klimaänderungen auf Landbewirtschaftung, Wohnen, Gesundheitswesen, Touristik und Naturschutz in unserer Region auswirken und welche Ansätze man zur Bewältigung dieser Effekte hat.
Im Anschluß an die Präsentation kam eine interessante Diskussion über Versäumnisse beim Klimaschutz, über die Auswirkungen des Klimawandels für Langstadt und die Welt in Gang. Es wurde dabei deutlich, daß wir hier in einer Region mit ausgesprochener Klimagunst leben. Trotz der erwarteten Änderungen wird unsere Gegend wohnlich bleiben, während andere Regionen der Welt unbewohnbar sein werden. Keine leicht zu lösende Aufgabe, die Menschen untergehender Inseln oder verwüsteter Regionen zusätzlich in den verbleibenden Gebieten zu versorgen.
 

Spitzbergen
- ein Reisebericht von Wolfgang Heimer am 12.11.08
 
Eisbärmutter mit Jungem Auch eine Eisbärin mit Jungem konnte Wolfgang Heimer in Spitzbergen beobachten. diese Aufnahme stammt allerdings von anderer Stelle

(Bild: Dirk Diehl)
Dr. Wolfgang Heimer reiste 2007 mit einem ehemaligen Postschiff entlang der Westküste von Spitzbergen, unterbrochen von diversen Landgängen, um die Insel kennen zu lernen. Spitzbergen ist die Hauptinsel der arktischen Inselgruppe Svalland. Zunächst diente die Inselgruppe nur als Sommerbasis für Walfang und Pelztierjagd. Mit dem Abbau von Kohle begann eine dauerhafte Besiedlung der Inseln. Erst 1925 wurden sie Norwegen zugesprochen. Heute leben auf den Inseln rund 3000 Menschen, was der Zahl der Eisbären dort entspricht.
Die Bilder der Landschaft beeindruckten durch schroffe Felslandschaften, im Farbenspiel mit Eis, Meer und arktischen Pflanzen. Die Bilder arktischer Pflanzen und Tiere gaben eine gute Vorstellung von den Lebensbedingungen auf Spitzbergen, die allerdings einem unübersehbaren Wandel unterworfen sind: Um 1970 waren noch 80 Prozent der Inselgruppe dauerhaft von Eis bedeckt. Heute sind es noch 60 Prozent.

Ein Rückblick auf 50 Jahre NABU Langstadt.

Ein Vortragsabend am 10.12.08 mit Otto Diehl

Mit anhaltendem Applaus würdigten die Besucher des Abends nicht nur einen Vortrag, sondern auch das Lebenswerk unseres Ehrenvorsitzenden Otto Diehl. Der Vortrag war ein Kaleidoskop aus den Entwicklungen in der Natur seit den fünfziger Jahren und der Naturschutzarbeit des NABU Langstadt. Letztere war in den letzten fünfzig Jahren - über die Ortsgrenzen hinaus - maßgeblich von Otto Diehl geprägt. So war keiner besser geeignet als er selbst, von den früheren zahlreichen Paaren des Wiedehopfes um Babenhausen zu berichten, oder vom Verschwinden und der Wiederkehr von Weißstorch und Wanderfalke in unserem Kreis. Seine Naturaufnahmen und Bilder aus dem früheren Vereinsleben machten das gesprochene Wort lebendig. Für die älteren Zuhörer dürften die Zeiten, von denen Otto Diehl berichtete, noch einmal lebendig geworden sein. Die jüngeren haben eine Vorstellung gewinnen können, wie es vor 30, 40 oder fünfzig Jahren in der Natur und den Dörfern aussah.
 
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